Ausflug nach Peristera am 17.4.2026
Am Freitag, den 17.4. 2026 starteten wir um 11 Uhr an der Kamara und erreichten nachknapp einstündiger Fahrt das Kloster Agia Anastasia bei Vasilika. Dort erwartete uns bereits ein freundlicher Mönch, der uns ausführlich über die Entstehung und die Geschichte des Klosters, das aus dem 9. Jahrhundert stammt, berichtete. Obwohl einige von uns das Kloster schon das eine oder andere Mal besucht hatten, waren doch viele Informationen, die wir so erhielten, neu für uns. Zum Abschluss lud der Mönch uns alle dann noch im Namen des Klosters auf einen Kaffee ins benachbarte Restaurant ein.
Frisch gestärkt machten wir uns danach auf den kurzen Weg ins Bergdorf Peristera. Hier steht die vielleicht älteste Kirche Makedoniens, die Kirche des Heiligen Andreas, dessen Ursprung auf 871 datiert ist. Auch hier hatten wir ein Treffen mit dem örtlichen Pfarrer vorab vereinbart, der uns zur Geschichte der Kirche und des Dorfes viel Interessantes erzählte.
Die Frauen des Dorfes haben vor einigen Jahren angefangen, alte Gebrauchsgegenstände von Haus, Hof und Feld in einem Raum des Gemeindehauses zu sammeln und so nach und nach ein kleines Heimatmuseum geschaffen. Der Lehrerin des Dorfes (es gibt in der Grundschule z.Zt. 20 Kinder auf 6 Jahrgänge verteilt, plus 5 Vorschulkinder), die uns die Ausstellungsstücke erklärte, war die Freude und auch der Stolz über das Erreichte deutlich anzumerken.
Ihre Tochter, die Agrarwissenschaften studiert hat und seit mehreren Jahren wieder im Dorf lebt, beschäftigt sich seit dieser Zeit mit der Herstellung von Kräutern. Manche sammelt sie in den Bergen, manche baut sie auf ihren Feldern an. Ihr Angebot reicht von Ölen und Salben bei Verletzungen, über die unterschiedlichen Tees bis zum für die griechische Küche unentbehrlichen Rigani (Oregano).
In einer Taverne mitten im Dorf unter einer steinalten Platane und neben einer Quelle, die das ganze Dorf mit Wasser versorgt, war dann der Tisch reichlich für uns gedeckt. Unsere Damen ließen es sich schmecken und genossen die Zeit mit ihren Freundinnen in einer, wie sie es nannten, echten griechischen Taverne, so „wir das noch von früher kennen“.
Am späten Nachmittag kamen wir fröhlich und zufrieden über diesen wunderschönen Ausflug wieder in Thessaloniki an.